Gedanken zum aktuellen Predigtwort

Evangelium für Pfingsten, 31. Mai 2020

Johannes 14,15-27

Liebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten. Und ich will den Vater bitten und er wird euch einen andern Tröster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit: den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.

Ich will euch nicht als Waisen zurücklassen; ich komme zu euch. Es ist noch eine kleine Zeit, dann sieht die Welt mich nicht mehr. Ihr aber seht mich, denn ich lebe, und ihr sollt auch leben.

An jenem Tage werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist's, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren. Spricht zu ihm Judas, nicht der Iskariot: Herr, was bedeutet es, dass du dich uns offenbaren willst und nicht der Welt?

Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen. Wer aber mich nicht liebt, der hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein Wort, sondern das des Vaters, der mich gesandt hat. Das habe ich zu euch geredet, solange ich bei euch gewesen bin.

Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.

Ich lebe und ihr sollt auch leben.

Warten - im Dazwischen Bangen und Hoffen.
Zwischen Angst und Hoffnung.
In der Dunkelheit der Räume. Selbstgesuchte Einsamkeit.

Warten – auf den Geist Gottes, den Heiligen Geist.
Wie geht es weiter.
Er ist versprochen – wo ist er?

Gottes Geist.
Tröster – Mutmacher – Begleiter.
Ruft heraus.

Ich lebe und ihr sollt auch leben.

Gottes Geist kommt.
Ungestüm – mit Wind und Feuerflammen.
Setzt sich auf die Jünger!
Ermutigt
fangen sie an zu erzählen
Und werden verstanden!

Gottes Geist kommt.
Reißt sie heraus – aus dem eigenen Alltag.
Reißt sie heraus – aus den eigenen Bezügen.
Reißt sie heraus – aus der eigenen Zerrissenheit.

Ich lebe und ihr sollt auch leben.

Pfingsten!
Gottes Geist erscheint in der Welt!

Pfingsten!
Gottes Geschichte
geht weiter
und nimmt uns mit.

Die Pfingsten!
Neuanfang – mitten im Leben!
Nichts ist mehr wie es war – und doch bleibt alles gleich.

Ich lebe und ihr sollt auch leben.

Amen

Pfarrerin Uta Lehner

 

Die Gedanken zum Predigwort oder zum Evangelium der Sonntage, die in der offenen Kirchen zum Lesen und mitnehmen lagen, können Sie hier auch herunterladen: